Ein Fonds- oder ETF-Sparplan läuft, einmal eingerichtet, automatisch weiter – er funktioniert auch ohne jede Aufzeichnung. Trägst du die Käufe dennoch ein, wird sichtbar, wie deine Anteile wachsen und wie sich dein Durchschnittskurs verändert – dein „Dranbleiben" und deine „Einzahlkraft" werden so als Zahlen greifbar. Dieser Artikel erklärt, welchen Wert das Erfassen eines Sparplans hat, und zeigt eine konkrete Methode dafür.
Den monatlichen Sparplan erfassen und Anteile sowie Durchschnittskurs sichtbar machen
Mehr über LiteFolio erfahrenEin Sparplan darf „automatisch" laufen – Erfassen lohnt sich trotzdem
Ein ETF- oder Fonds-Sparplan kauft, einmal eingerichtet, jeden Monat automatisch. Du musst weder täglich den Markt beobachten noch jeden Kaufzeitpunkt selbst entscheiden – „automatisch laufen lassen" ist das Wesen eines Sparplans. An diesem Mechanismus selbst musst du nichts ändern.
Automatisch laufen zu lassen und auf eine Aufzeichnung zu verzichten sind aber zwei verschiedene Dinge. Weil der Sparplan im Hintergrund weiterläuft, bleibt ohne Aufzeichnung kein Gefühl dafür, wie viel du insgesamt schon investiert hast und wie stark deine Anteile bereits gewachsen sind. Das Gefühl des Dranbleibens, die eigene Einzahlkraft und die Entwicklung des Durchschnittskurses werden erst durch eine Aufzeichnung sichtbar.
Was das Erfassen eines Sparplans sichtbar macht
Erfasst du jeden Kauf einzeln, werden aus den scheinbar isolierten monatlichen Käufen ein zusammenhängender Verlauf. Der Grund: Erst durch die Summe der Aufzeichnungen zeigen sich „Wachstum" und "Veränderung", die ein einzelner Kauf nicht erkennen lässt. Konkret werden aus der Aufzeichnung folgende Größen sichtbar:
Kennst du den Verlauf deiner Anteile, bestätigst du in Zahlen, dass der Sparplan zuverlässig weiterläuft. Kennst du dein kumuliertes Investitionsvolumen, kannst du deine bisherige „Einzahlkraft" reflektieren. Und in Kombination mit Vermögensentwicklung sichtbar machen lässt sich das Wachstum der Anteile neben der Entwicklung des Depotwerts betrachten. Im nächsten Abschnitt sehen wir uns an einem konkreten Zahlenbeispiel an, wie sich der Durchschnittskurs von Sparplanrate zu Sparplanrate bewegt.
Wie bewegt sich der Durchschnittskurs bei einem monatlichen Sparplan? Ein Zahlenbeispiel
Bei einem Sparplan mit fester monatlicher Rate kaufst du in Monaten mit niedrigem Anteilspreis mehr Anteile und in Monaten mit hohem Anteilspreis weniger. Rechnen wir das an einem Fonds durch, den du drei Monate lang mit jeweils 300 € besparst.
Summierst du diese drei Raten, ergibt sich ein kumuliertes Investitionsvolumen von 900 € bei rund 30,83 gehaltenen Anteilen. Der Durchschnittskurs berechnet sich als „kumuliertes Investitionsvolumen ÷ kumulierte Anteile", sodass er sich am Ende jedes Monats wie folgt entwickelt:
In Rate 2 war der Anteilspreis mit 24,00 € günstig, wodurch der Durchschnittskurs auf 26,67 € sank. In Rate 3 stieg der Anteilspreis auf 36,00 €, doch der Durchschnittskurs erholte sich nur bis auf 29,19 € – und bleibt damit unter dem einfachen Mittel der drei Anteilspreise von 30,00 €. Das ist keine Frage von „richtig" oder „falsch" investiert, sondern ein natürliches Ergebnis des Sparplan-Prinzips: Bei fester Rate kaufst du in günstigen Monaten mehr Anteile, in teuren Monaten weniger. Erst durch die Aufzeichnung wird diese Bewegung als Zahl sichtbar. Wie sich der Durchschnittskurs generell berechnet, erklären wir ausführlich in Durchschnittlichen Einstandskurs berechnen.
Methoden zur Erfassung eines Sparplans im Vergleich
Für die Erfassung eines Sparplans gibt es im Wesentlichen drei Wege: Notizbuch, Excel und App. Läuft nur ein einziger Sparplan, unterscheiden sich die Methoden kaum – je mehr Sparpläne dazukommen, desto wichtiger wird eine Methode, die Zusammenzählen und Neuberechnung des Durchschnittskurses für dich übernimmt.
Notizbuch
Du hältst monatliche Rate und Anteilspreis im Notizbuch fest. Kein Einrichtungsaufwand, sofort loslegbar – doch für kumulierte Anteile und Durchschnittskurs musst du jedes Mal selbst mit dem Taschenrechner nachrechnen. Je mehr Raten sich ansammeln, desto stärker wird genau diese Berechnung zur Belastung fürs Dranbleiben.
Excel oder Google Sheets
Mit Formeln lassen sich kumulierte Anteile und Durchschnittskurs automatisch berechnen. Kommen jedoch weitere Sparpläne dazu, musst du Formeln ergänzen und anpassen, und ein Kauf unterwegs vom Smartphone aus lässt sich nur umständlich eintragen. Die Grenzen der Excel-Verwaltung eines Portfolios beschreiben wir ausführlich in Aktien-Portfolio in Excel verwalten.
Investment-Tracking-App
Der Vorteil einer App ist, dass gehaltene Anteile, Durchschnittskurs und kumuliertes Investitionsvolumen bei jeder Eingabe automatisch neu berechnet und sichtbar gemacht werden. Der Schritt „nach der Eingabe selbst auswerten" entfällt wie bei Notizbuch oder Excel – du kannst dich ganz auf die monatliche Erfassung konzentrieren. Im nächsten Abschnitt zeigen wir, wie das konkret mit LiteFolio funktioniert.
Mit LiteFolio deine monatlichen Sparplan-Käufe erfassen
LiteFolio ist eine App zur manuellen Erfassung deines Investment-Portfolios, die sich zu keinem Zeitpunkt mit einem Depot verbindet – Käufe, Verkäufe, Dividenden, Ein- und Auszahlungen, Gebühren, Aktiensplits, Steuern und Notizen trägst du selbst ein. Vorab zur Klarheit: Es gibt keine automatische Sparplan-Anbindung – jede monatliche Rate trägst du selbst ein. Betrag, Anteile und Anteilspreis in einem Eintrag zu erfassen dauert einmal im Monat nur wenige Sekunden.
Erfasste Käufe summieren sich automatisch zu Stückzahl, durchschnittlichem Einstandskurs und Kostenbasis je Position. So sieht das in der Praxis aus:
Anteile, Durchschnittskurs und kumuliertes Investitionsvolumen an einem Ort erfassen
Mehr über LiteFolio erfahrenDeine Portfolioverteilung lässt sich nach Wertpapier, Sektor oder eigener Liste ansehen – zusammen mit realisierten Gewinnen, Vermögensentwicklung und der Transaktions-Zeitleiste betrachtest du deinen Sparplan so nicht isoliert, sondern als Teil des gesamten Portfolios. Erfasste Daten werden local-first zunächst auf deinem Gerät gespeichert, für die Synchronisierung zwischen mehreren Geräten steht dir die Cloud-Synchronisierung im Pro-Plan zur Verfügung.
Anteile und Durchschnittskurs eines Sparplans lassen sich nicht aus dem Gedächtnis nachvollziehen. Erfasst du jede monatliche Rate einzeln, werden das Gefühl des Dranbleibens und die Veränderung der Zahlen ganz von selbst sichtbar. LiteFolio ist ein Werkzeug zur Aufzeichnung und Visualisierung und bietet keine Anlageberatung.
LiteFolio
Eine App zur manuellen Erfassung, die sich nicht mit deinem Depot verbindet. Trägst du Käufe, Verkäufe, Dividenden und Ein-/Auszahlungen ein, werden Anteile, Durchschnittskurs und Portfolioverteilung sichtbar gemacht. Die Daten werden local-first gespeichert. LiteFolio ist jetzt für iOS und Android verfügbar.
Mehr über LiteFolio erfahrenHäufig gestellte Fragen
Ist LiteFolio kostenlos nutzbar?
LiteFolio ist jetzt für iOS und Android verfügbar. Aktuelle Funktionen und Preise findest du im App Store oder bei Google Play.
Kann ich Sparplan-Käufe über eine Depotanbindung automatisch erfassen lassen?
Nein. LiteFolio verbindet sich zu keinem Zeitpunkt mit einem Depot und bietet keine automatische Sparplan-Anbindung. Betrag, Anteile und Anteilspreis jeder Rate trägst du selbst ein.
Kann ich auch Sparpläne auf ETFs oder Einzelaktien statt Fonds erfassen?
Ja. LiteFolio ist nicht auf Fonds beschränkt – Aktien, ETFs und andere manuell erfassbare Anlagen lassen sich mit Käufen, Verkäufen, Dividenden und Ein-/Auszahlungen gemeinsam erfassen und sichtbar machen.
Für welche Plattformen ist die App verfügbar?
LiteFolio ist jetzt für iOS und Android verfügbar.