Hier ist das PitaPuri-Team. Vorgestanzte Etikettenbögen – etwa Avery-Vorlagen aus dem Bürobedarf – sind praktisch: Man bedruckt das Blatt, zieht die einzelnen Etiketten ab, fertig. In der Praxis hört man aber immer wieder dieselbe Klage: Beim Drucken sitzt das erste Etikett noch knapp, doch mit jeder Reihe wandert der Druck weiter aus dem vorgestanzten Feld, bis ganz unten gar nichts mehr passt. In diesem Artikel klären wir die Ursache und zeigen, wie wir Etiketten zuverlässig in die Stanzfelder bringen.
Warum der Druck Reihe für Reihe wandert
Wenn der Versatz nach unten immer größer wird, steckt fast immer eine Skalierung dahinter. Wird das Layout beim Drucken auch nur um wenige Prozent verkleinert oder vergrößert – etwa durch „an Seite anpassen“ oder einen Randabzug des Druckers –, summiert sich der kleine Fehler von Reihe zu Reihe auf. Oben fällt das kaum auf, unten sind es schon mehrere Millimeter. Das ist kein Problem der Vorlage, sondern der Druckgröße.
Die zweite Ursache ist eine Abweichung zwischen Vorlage und echtem Bogen: Wenn die digitale Vorlage nicht exakt dem Rastermaß des gekauften Bogens entspricht, passt sie selbst bei 100 Prozent nicht. Deshalb beginnen wir nicht mit einer fremden Vorlage, sondern mit dem tatsächlich gemessenen Maß des Bogens.
Das Rastermaß des Bogens in cm messen
Legen Sie den Etikettenbogen vor sich und messen Sie mit dem Lineal: die Breite und Höhe eines einzelnen Stanzfelds, den Abstand vom Blattrand bis zum ersten Etikett und die Abstände zwischen den Feldern. Notieren Sie diese Werte in cm. Steht das Rastermaß auf der Verpackung, prüfen Sie es trotzdem kurz nach – Drucker und Bögen weichen gern um Kleinigkeiten ab, und gerade die machen den aufsummierten Versatz aus.
PitaPuri haben wir so gebaut, dass Sie Ihr Etikett genau in diesem gemessenen cm-Maß anlegen und es kontrolliert über das Blatt verteilen.
So drucken Sie passgenau mit PitaPuri
Wählen Sie A4 als Papier und nehmen Sie Ihr Etikett-Motiv aus der Galerie. Geben Sie als Größe das gemessene Stanzfeldmaß ein, etwa 3,8 × 2,1 cm, und platzieren Sie die Etiketten so, dass sie mit den Stanzfeldern des Bogens übereinstimmen. Da sich bis auf den Millimeter eingeben lässt, treffen Sie das Raster genau.
Drucken Sie zuerst einen Probedruck auf ein normales Blatt, halten Sie es gegen den Etikettenbogen ans Licht und prüfen Sie, ob die Felder deckungsgleich sind. Stellen Sie dabei unbedingt auf „tatsächliche Größe (100 %)“ und schalten Sie „an Seite anpassen“ ab – das ist der Schritt, der den aufsummierten Versatz verhindert. Erst wenn der Probedruck sitzt, legen Sie den echten Etikettenbogen ein.
Was „in Originalgröße drucken“ genau bedeutet, erklären wir grundlegend in Was heißt in Originalgröße drucken. Und wenn der Druck trotz allem zu groß oder zu klein herauskommt, hilft Druck zu groß oder zu klein – Lösung weiter.
PitaPuri
Die kostenlose App, mit der Sie Etiketten in genau dem gemessenen cm-Maß anlegen und in Originalgröße auf den Etikettenbogen drucken – ohne aufsummierten Versatz. Ohne Registrierung – für iPhone und Android.
Mehr über PitaPuri erfahrenHäufige Fragen
Warum wird der Versatz nach unten immer größer?
Weil das Layout beim Drucken leicht skaliert wird, etwa durch „an Seite anpassen“. Der kleine Fehler summiert sich von Reihe zu Reihe auf. Drucken Sie mit „tatsächliche Größe (100 %)“, dann bleibt jede Reihe im Stanzfeld.
Muss ich das Rastermaß wirklich selbst messen?
Ja, das ist der sicherste Weg. Auch wenn das Maß auf der Packung steht, weichen Bögen und Drucker leicht ab. Messen Sie Feldgröße, Randabstand und Abstände in cm und legen Sie die Etiketten danach an.
Wie prüfe ich vor dem teuren Bogen?
Drucken Sie zuerst auf ein normales Blatt und halten Sie es gegen den Etikettenbogen ans Licht. Erst wenn die Felder deckungsgleich sind, legen Sie den echten Bogen ein.
Welche Einstellung ist die wichtigste?
„An Seite anpassen“ abschalten und auf „tatsächliche Größe (100 %)“ stellen. Diese eine Einstellung verhindert den aufsummierten Versatz über das Blatt.